Wenn Freunde in der Kellerbar Fragen stellen, Raclette plötzlich ernst wird und man im Ornat notfalls auch in den Kreißsaal gehen würde – dann ist klar: Dieses Prinzenpaar lebt den Karneval mit jeder Faser. Julian und Josie führen den HCC in dieser Session mit ganz viel Herz, einer starken Entourage und einer ordentlichen Portion Selbstironie.
Vom Kellerbar-Gespräch zum Prinzenornat
Der Weg ins Amt war alles – nur nicht geplant. Für Julian begann alles bei der Proklamation des HCC. „Da kamen plötzlich ältere Kameraden auf mich zu und fragten, ob ich Prinz machen würde“, erinnert er sich. Ganz so einfach war es dann aber doch nicht: Erst musste seine Frau überzeugt werden, dann kam die Nachricht, dass er Vater wird – und spätestens da war klar: leicht wird diese Session nicht. Aber das Angebot blieb.
Für Josie war der Gedanke, Prinzessin zu werden, dagegen schon lange da. „Ich wollte das eigentlich schon immer mal machen“, erzählt sie. Gespräche mit der Schwester, Andeutungen im Umfeld – und irgendwann war der Vorschlag offiziell welchen Julian gerne annahm.
Warum man so ein Amt übernimmt? Weil es passt!
Julian hätte sich das Amt zunächst auch alleine vorstellen können. Doch als Josie sagte, dass sie das irgendwann auch machen möchte – aber nicht alleine – war klar: Jetzt oder nie.
Ohne Begleiter geht gar nichts
Ein starkes Prinzenpaar braucht ein starkes Team. Die Auswahl der Begleiter erfolgte nicht nach Zufall, sondern nach Nähe, Vertrauen und ganz viel Herz.
Isa kennt Julian schon lange – man kam immer gut miteinander klar, später stellte sich sogar heraus: Man ist verwandt.
Paula ist Hebepartnerin, Zitat Julian: „schüchtern – aber Abfahrt!“.
Jolina ist Josies Schwester und wichtigste Bezugsperson. „Sie muss einfach dabei sein“, sagt Josie. Ihren Spitznamen „Scholle“ verdankt sie übrigens einer Mischung aus Lehrern und Schautanzhumor.
Und Nus? Quasi die Schwester im Herzen. Legendär ist der Raclette-Abend, bei dem Nus zunächst dachte, es ginge um Heiraten oder Schwangerschaft – bis plötzlich das Wort „Prinzessin“ fiel.

Vorbereitung mit Erste-Hilfe-Set und Schlachtrufen
Die Session wurde ernst genommen – aber mit Spaß. Treffen mit den Begleitern, Absprachen zu Erwartungen, Schlachtrufe, Ausfahrten und sogar personalisierte „Erste-Hilfe – es ist Karneval“-Sets gehörten zur Vorbereitung. Emotional, organisatorisch und körperlich – alles wurde gemeinsam angegangen.
Rückhalt, wie man ihn sich nur wünschen kann
Familie, Freunde und Verein stehen voll hinter dem Prinzenpaar. „Der Rückhalt ist mega“, sind sich beide einig. Empfänge, Reaktionen und die Stimmung bei den Sitzungen – alles macht einfach riesigen Spaß.
Begegnungen, Highlights und Umzug in Elkenroth
Die Begegnungen mit den Menschen beschreiben Julian und Josie als vielseitig: von Karnevalsoriginalen bis zu ausgelassenen Jecken von außen. Ein besonderes Highlight war der ungeplante Umzug in Elkenroth. „Alkohol macht’s möglich“, sagt Julian lachend.
Herausforderungen zwischen Tanz und Titel
Die größte Herausforderung bisher war die Proklamation – und der Spagat zwischen Prinzenrolle und Tanzauftritten. Denn: Auf den Sitzungen wird getanzt. Und das mit voller Energie.
Karneval im HCC – ein Zuhause
Für Josie stand fest: Der HCC passt. Andere Vereine waren entweder zu trainingsintensiv oder nicht die richtige Vorstellung. „Hier fühle ich mich wohl – in der Tanzgruppe und im ganzen Verein.“
Die Heikos – ein Phänomen für sich
Wer oder was die Heikos sind? „Wir alle“, sagt das Prinzenpaar. Entstanden bei einem Sofa-Abend, getauft mit dem Ruf „Abfahrt Heiko“, gefestigt auf einer Schautanzfahrt nach Mallorca. Die Heikos haben eine Organisation, die „normale Menschen“ nicht verstehen.
Lampenfieber? Unterschiedlich!
Josie gibt offen zu: „JAAAAAA! Ich kann nicht vor Leuten reden – und es wird nicht besser.“
Julian dagegen fragt nur trocken: „Was ist Stress?“ – zumindest bis er das Ornat angezogen hat.
Familie und große Überraschungen
Josies Papa erfuhr erst beim Einmarsch, dass seine Tochter Prinzessin ist. Überredung zu kommen, Josie auf der Bühne, Überraschung – gelungen!
Bei Julian wusste der Papa eine Woche vorher Bescheid, sonst wäre er nicht gekommen. Am Ende freute er sich riesig – und ist bei den Sitzungen dabei.
Blick nach vorn
Besonders freuen sich beide auf die Sitzung und den Rosenmontag – auch wenn der Wagen nicht Julians Favorit ist. „Lieber unten bei der Gruppe – oben reicht ein Pappaufsteller.“
Und falls das Kind tatsächlich am 14. Februar kommt?
„Dann stehe ich im Ornat im Kreißsaal“, sagt Julian – und man glaubt ihm jedes Wort.
